Fit für’s Krankenhaus (2)

Sie sind wieder da!!! Die Tipps für den gelungenen Krankenhausaufenthalt. Nachdem der 1. Teil in der NF2 Community auf Facebook einen regen Austausch losgetreten hat, freue ich mich euch zukünftig Expertenwissen – auch eine Krankenschwester meldete sich bei mir zu Wort – aus allererster Hand übermitteln zu dürfen! Eh voilá Krankenhaus für Einsteiger: Teil 2.

Tipp 4: „Verstrickt und zugenäht!“

(c) Lauren Roberts Quelle: Unsplash

(c) Lauren Roberts Quelle: Unsplash

Thema Kofferpacken: Ich weiß es gibt nichts Gemütlicheres als Kapuzenpullis und kein anderes Kleidungsstück kann Desinteresse und Coolness besser signalisieren als ein Hoodie. Achtung: Nichts für Post-OP Tage. Vergesst nicht, dass man nach einem Eingriff meist 1-3 Tage einen Zugang hat – und oftmals auch zwei. Damit Flüssigkeit, Schmerzmittel, Antibiotika usw. ungehindert fließen, ihr euch aber dennoch frei bewegen könnt, empfehle ich weite Oberteile zum überwerfen: Strickjacken, Cardigans oder der Bademantel eignen sich sehr gut für eine Runde Physiotherapie oder den Gang in die Cafeteria. Sobald die Zugänge gezogen sind (der beste Teil des Aufenthaltes), könnt ihr die Pullis wieder hervorkramen und in ihnen den Nachhauseweg antreten.

Tipp 5: „Desinfizieren bitte!“

(c) Julien Andrieux Quelle: Unsplash

(c) Julien Andrieux Quelle: Unsplash

Wenn in einem 4D Kino ein Krankenhaus gezeigt würde, wäre der Kinosaal erfüllt vom Desinfektionsmittel-Geruch. Nichts für ungut – das ist gut so! Die Gefahren von den so genannten Krankenhausbakterien sind ja kein Geheimnis mehr. Und wer möchte schon wissen, wie viele Bakterien sich in dem eigenen Zimmer auf Station tummeln. Ich nicht. Was den Desinfektionsgeruch so unangenehm macht ist die Tatsache, dass er sich einem irgendwie einverleibt. Sobald man ins Zimmer gezogen ist und ausgepackt hat, riecht man selbst wie ein Teil des Krankenhauses (Desinfektion des Zimmers, der Bettwäsche, Handtücher). Allerspätestens dann, wenn man in das Engelshemdchen schlüpft (Desinfektion der OP-Kleidung) atmet man Desinfektionsmittel. Und sobald man aus der Narkose erwacht, ist es zu spät: die zu operierende(n) Stellen(n) wurde(n) im OP-Saal zur Sicherheit nochmals großzügig mit dem orangefarbenen Hautdesinfektionsmittel Kodan übergossen. Spätestens an Tag 3 sind wir also offiziell antibakteriell. Was ist zu tun? Kodan bekommt man relativ gut mit Nagellackentferner von der Haut. Benutzt keine Handtücher von der Station, bringt selbst welche mit (am besten mit Weichspüler gewaschen) und packt unbedingt (!!!) eine gutriechende Hautlotion ein. Und nicht zuletzt: sobald ihr duschtauglich sein, vergießt soviel Krankenhauswasser wie ihr vertreten könnt. Wenn alles nichts hilft: fragt nach mehr Kodan für eure Familienmitglieder, denn zusammen ist man weniger allein.

Tipp 6: „A Walk in the Park“ (von einer Krankenschwester)

Jedes Krankenhaus verfügt über einen Park oder ein Aussengelände. Vorausgesetzt es gibt keine medizinischen Gründe, die dagegen sprechen und ihr euch fit fühlt, dann nichts wie raus an die frische Luft. Natürlich meldet ihr euch beim Pflegepersonal ab und verlasst nicht das Krankenhausgelände.
So könnt ihr dem Mief im Patientenzimmer und den nervigen Gesprächen von Mitpatient*innen und deren Besucher*innen entgehen und tut was für den Kreislauf und somit für die Genesung.

(c) Volkan Olmez Quelle: Unsplash

(c) Volkan Olmez Quelle: Unsplash

 

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